Informationen zur Kirche
1186-1246
Baubeginn der 3-schiffigen romanischen Pfarrkirche unter Siegfried II., Graf von Blankenburg.
Aus dieser Zeit sind 2 Fenster im Chorraum (Nordwand) und das Gewölbe im Turm(Erdgeschoss) erhalten geblieben.
1252
Umbau der Pfarrkirche zur Klosterkirche für ein Doppelkloster (weltliches Chorherrenstift und Zisterzienserinnen): Der Chorraum wurde zu dieser Zeit nach Osten im gotischen Stil verlängert. Die beiden Seitenkapellen in der Flucht der Seitenschiffe und die Nonnenempore über der südlichen Kapelle wurden erbaut und in der Nordseite gotische Fenster eingebaut.
1251-1308
Unter Graf Heinrich II. wurden die Umbauten fertig gestellt. Die Stifterfiguren im Chorraum stammen vermutlich aus dieser Zeit. Es sind höchstwahrscheinlich vier Brüder abgebildet: Südseite: Heinrich II. und Hermann, Bischof von Halberstadt (mit Mitra). Nordseite: Siegfried und Burchardt, später Erzbischof von Magdeburg (mit gesenktem Schwert). Beide halten Schilde mit dem Blankenburg/Regensteinschen Wappen. Aus dieser Zeit stammt auch das Sakramentshäuschen in der Nordkapelle.
1305
Aufhebung des Chorherrenstifts wegen Geldmangel, das Nonnenkloster dient zur Versorgung der ledig gebliebenen Töchter der Grafen und ihrer Beamten. Die Einkünfte waren gering. Es unterhielt allerdings eine kleine Schule.
Um 1500
Einbau des Triumphkreuzes über dem Chorraum. Es stellt den gekreuzigten Christus mit seinem Jünger Johannes und seiner Mutter Maria dar.
1532
Ende des Nonnenkonvents. St. Bartholomäus wird wieder Pfarrkirche, der Graf bezahlt von da an den Pfarrer und die Lehrer.
1582
Superintendent Leonhardt Schweiger stiftet die Kanzel im Renaissance - Stil mit den Tugenden Glaube (FIDES), Liebe (CARITAS), Hoffnung (SPES) und Gerechtigkeit (IVSTICIA) als Reliefbilder weiblicher Symbolfiguren.
1676 Erweiterung der bereits vorhandenen kleinen Orgel.
1712 Herzog Anton Ulrich (Vater von Ludwig Rudolf) stiftet die barocke Altarwand. Sie zeigt eine Abendmahldarstellung, darüber die Kreuzigung mit Maria und Johannes und Engeln für Glaube und Hoffnung, die Grablegung Jesu und über allem der auferstanden Christus. Viele Epitaphen von Grafen und hohen Hofbeamten zeugen von der Geschichte der Kirche als Hauptkirche der Grafschaft, des späteren Fürstentums und als Grablege.
1712 Ausbau der Orgel
1690 1731 Herzog Ludwig Rudolf residiert im Schloss, eine Blütezeit für Blankenburg.
1735 1836 Katharinenkirche, als Garnisonskirche neu erbaut, wird zur Hauptkirche, St. Bartholomäus wird leider vernachlässigt.
1743 45 Aus- und Umbau der Orgel
1744 Ein Taufstein aus schwerem Rübeländer Marmor wird aufgestellt.
1866 Aus- und Umbau der Orgel, bis heute ist der Orgelprospekt gut erhalten geblieben.
1858 Anschaffung von vier Bronzeglocken
1887 91 Gründliche Kirchenrenovierung
1917 Drei Bronzeglocken müssen im 1. Weltkrieg für Rüstungszwecke abgegeben werden.
1922 Anschaffung von 3 Guss-Stahlglocken
1932 Umfassender Umbau der Orgel durch die Orgelbauwerkstatt Furtwängler und Hammer aus Hannover.
1960 62 Gründliche Kirchenrenovierung, das Ostfenster in der Sakristei bekommt 1964 eine Buntglasverglasung.
1990 Renovierung, vor allem Innenanstrich
2003 Glockenstuhl und Turm müssen wegen der schweren Stahlglocken von 1922 saniert werden.
2004 Am 1. Advent konnte das neue Geläut untergroßer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht werden. Das neue Geläut besteht aus drei Glocken. Die Töne d' und f' wurden aus dem alten Geläut übernommen und neu in Lauchammer gegossen. Die Inschriften rufen auf: Ehre sei Gott in der Höhe" und Frieden auf Erden". Eine Glocke aus Michaelstein mit dem Ton a' wurde nach langer Diskussion wieder aufgehängt. Sie stammt aus dem Jahr 1936 und enthält das Symbol des Nationalsozialismus. Eine Mahntafel erinnert daher an die schreckliche Zeit und bittet um Vergebung. Die große Glocke heißt St. Bartholomäus, die mittlere St. Katharina und die kleine St. Michael um an den Zusammenschluss der Kirchengemeinden in zu einer Ev.-luth. Kirchengemeinde Blankenburg deutlich zu machen.
Die alten Glocken haben am Tummelplatz einen würdigen Ort gefunden.
2009 Sanierung der Orgel, nach 77 Jahren dringend erforderlich.
2012 Erneuerung der Kirchenfenster im Chorraum.
2013 Auswechslung der Lampen im Chorraum durch lichtstärkere und stromsparende Beleuchtungskörper.